Monday, February 6, 2017

REALTALK TEIL 2 / Ich & die Erwachsenen

Ich kann jetzt schon vorwegnehmen, dass sich dann schlussendlich die Polizei darum gekümmert hat und es für damalige Verhältnisse eine riesen Aktion gab aber leider leider dieser Typ nicht gefasst wurde.
Von da an, schaffte ich es nicht mehr in dieses Hallenbad zu gehen. Jedes mal wenn ich mit der Schule dort hin musste, konnte ich die Nacht zuvor nicht schlafen und plagte mich mit meinen Ängsten herum. Es war für mich wirklich eine schlimme Zeit aber der grösste Idiot war mein Lehrer, der mich sowieso nicht wirklich mochte. Klar hatte ich sehr oft den Schwimmunterricht geschwänzt in dieser Zeit - aus Angst. Dieser Schlaumeier wusste nichts besseres als mich ständig zu massregeln und mich noch mehr niederzumachen. Nicht einmal hatte er mich gefragt wie es mir gehe etc.. Ich hasste nun einen weiteren Erwachsenen und wieder lag ich richtig mit der Entscheidung niemandem zu trauen.
Ich konnte mich nur noch schlecht konzentrieren, hatte ständig Angst und habe mich immer mehr zurückgezogen. Ich war ein Kind und irgendwie war ab da alles anders und Kind sein war irgendwie für mich vorbei.

Wir machen hier wieder einen Sprung und gehen etwas weiter.
Ehrlich gesagt, weiss ich bei nächsten Teil meiner Geschichte nicht wann oder in welchem Alter sie begann aber ich war noch keine neun.
Meine Mutter hat sich von meinem Vater getrennt als ich ca.3 war. Vielleicht war es auch der Vater der sich getrennt hat. So genau weiss ich das nicht, weil man eigentlich nie mit mir darüber geredet hat. Jedenfalls durfte (zum Anfang) und musste ich alle paar Wochen zu meinem Vater. Ein bekannter meiner Mutter hat mich die hälfte der Strecke mit dem Auto gefahren und an einem vereinbarten Ort, mich an meinen Vater übergeben und das gleiche wieder wenn es zurück ging. Am Anfang hat es mir gefallen Zeit mit meinem Vater zu verbringen. Es war einfach mal was anderes und ich bewunderte ihn irgendwie. Es schien als könne und verstehe er alles was auf der Welt wichtig ist. Einestages teilte er mir auf dem Weg zu ihm nach Hause mit, dass er nun nicht mehr alleine sei und dass ich sie alle kennenlernen würde. Kurzgesagt, nun waren in seinem Haus eine Frau und deren zwei Töchter und zwei Söhne. Das hat mich zum Anfang nicht weiter gestresst, ich dachte naiv; wenn sie meinen Vater lieben, werden sie mich sicher auch lieben - denkste.
Schnell wurde mir klar, dass diese Frau und ihr jüngster Sohn es aus irgendeinem Grund auf mich abgesehen hatten. Ich weiss wirklich nicht warum aber vielleicht sahen sie mich als eine Bedrohung oder ich war schlicht der einer zu viel.
Diese Frau wurde immer böser zu mir und immer wenn ich wieder dort war wurde es schlimmer. Sobald mein Vater am Morgen um 6 Uhr aus dem Haus ging, hatte der Psychoterror angefangen. Sie hatte Schuhe von aussen an meine Schlafzimmertüre geschmissen, hatte mich mit dem "Knödli" am Kopf geschlagen und während dem Mittagessen hat sie mich unter dem Tisch immer wieder gegen das Schienbein getreten. Ihr Sohn hat mein Spielzeug kaputt gemacht und als am Abend mein Vater kam, haben sie ihm gesagt das sei mein Werk gewesen. Ich wollte ihm die ganze Zeit sagen, was da alles läuft aber ich hatte wirklich Angst vor ihr.
Irgendwann war ich mit meinem Vater unterwegs und nahm meinen ganzen Mut zusammen und sagte ihm alles was da passieren würde und ich nicht mehr gerne dahin komme. Ich hoffte, dass mein Vater nun mit mir nach Hause fährt und ihr so richtig die Meinung geigt und sie damit aufhören soll. Hm, falsch. Mein Vater sagte mir, dass er mir diese Geschichten nicht glaube und ich nie wieder lügen soll.
Ich war am Ende. Mein Vater glaubt mir nicht und ist nun auch noch wütend auf mich. Ich wollte nur noch weg und nie wieder zu diesem Haus zurück.
Wieder wusste ich, ich kann und darf niemandem vertrauen - auch oder vor allem nicht meinen Eltern und ernstgenommen werde ich eh nicht.

Fortsetzung folgt schon bald!


Herzlich, Tom

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