Ich kann
jetzt schon vorwegnehmen, dass sich dann schlussendlich die Polizei darum
gekümmert hat und es für damalige Verhältnisse eine riesen Aktion gab aber
leider leider dieser Typ nicht gefasst wurde.
Von da an,
schaffte ich es nicht mehr in dieses Hallenbad zu gehen. Jedes mal wenn ich mit
der Schule dort hin musste, konnte ich die Nacht zuvor nicht schlafen und
plagte mich mit meinen Ängsten herum. Es war für mich wirklich eine schlimme
Zeit aber der grösste Idiot war mein Lehrer, der mich sowieso nicht wirklich
mochte. Klar hatte ich sehr oft den Schwimmunterricht geschwänzt in dieser Zeit
- aus Angst. Dieser Schlaumeier wusste nichts besseres als mich ständig zu
massregeln und mich noch mehr niederzumachen. Nicht einmal hatte er mich
gefragt wie es mir gehe etc.. Ich hasste nun einen weiteren Erwachsenen und
wieder lag ich richtig mit der Entscheidung niemandem zu trauen.
Ich konnte
mich nur noch schlecht konzentrieren, hatte ständig Angst und habe mich immer
mehr zurückgezogen. Ich war ein Kind und irgendwie war ab da alles anders und
Kind sein war irgendwie für mich vorbei.
Wir machen
hier wieder einen Sprung und gehen etwas weiter.
Ehrlich
gesagt, weiss ich bei nächsten Teil meiner Geschichte nicht wann oder in
welchem Alter sie begann aber ich war noch keine neun.
Meine
Mutter hat sich von meinem Vater getrennt als ich ca.3 war. Vielleicht war es
auch der Vater der sich getrennt hat. So genau weiss ich das nicht, weil man
eigentlich nie mit mir darüber geredet hat. Jedenfalls durfte (zum Anfang) und
musste ich alle paar Wochen zu meinem Vater. Ein bekannter meiner Mutter hat
mich die hälfte der Strecke mit dem Auto gefahren und an einem vereinbarten
Ort, mich an meinen Vater übergeben und das gleiche wieder wenn es zurück ging.
Am Anfang hat es mir gefallen Zeit mit meinem Vater zu verbringen. Es war
einfach mal was anderes und ich bewunderte ihn irgendwie. Es schien als könne
und verstehe er alles was auf der Welt wichtig ist. Einestages teilte er mir
auf dem Weg zu ihm nach Hause mit, dass er nun nicht mehr alleine sei und dass
ich sie alle kennenlernen würde. Kurzgesagt, nun waren in seinem Haus eine Frau
und deren zwei Töchter und zwei Söhne. Das hat mich zum Anfang nicht weiter
gestresst, ich dachte naiv; wenn sie meinen Vater lieben, werden sie mich
sicher auch lieben - denkste.
Schnell
wurde mir klar, dass diese Frau und ihr jüngster Sohn es aus irgendeinem Grund
auf mich abgesehen hatten. Ich weiss wirklich nicht warum aber vielleicht sahen
sie mich als eine Bedrohung oder ich war schlicht der einer zu viel.
Diese Frau
wurde immer böser zu mir und immer wenn ich wieder dort war wurde es schlimmer.
Sobald mein Vater am Morgen um 6 Uhr aus dem Haus ging, hatte der Psychoterror
angefangen. Sie hatte Schuhe von aussen an meine Schlafzimmertüre geschmissen,
hatte mich mit dem "Knödli" am Kopf geschlagen und während dem
Mittagessen hat sie mich unter dem Tisch immer wieder gegen das Schienbein
getreten. Ihr Sohn hat mein Spielzeug kaputt gemacht und als am Abend mein
Vater kam, haben sie ihm gesagt das sei mein Werk gewesen. Ich wollte ihm die
ganze Zeit sagen, was da alles läuft aber ich hatte wirklich Angst vor ihr.
Irgendwann
war ich mit meinem Vater unterwegs und nahm meinen ganzen Mut zusammen und
sagte ihm alles was da passieren würde und ich nicht mehr gerne dahin komme.
Ich hoffte, dass mein Vater nun mit mir nach Hause fährt und ihr so richtig die
Meinung geigt und sie damit aufhören soll. Hm, falsch. Mein Vater sagte mir,
dass er mir diese Geschichten nicht glaube und ich nie wieder lügen soll.
Ich war am
Ende. Mein Vater glaubt mir nicht und ist nun auch noch wütend auf mich. Ich
wollte nur noch weg und nie wieder zu diesem Haus zurück.
Wieder
wusste ich, ich kann und darf niemandem vertrauen - auch oder vor allem nicht
meinen Eltern und ernstgenommen werde ich eh nicht.
Fortsetzung folgt schon bald!
Herzlich, Tom
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