Wie
versprochen gibt es jetzt den 1. Teil vom angekündigten "Realtalk".
Wie viele
Teile es davon geben wird, weiss ich zu diesem Zeitpunkt nicht aber es werden
wahrscheinlich schon einige sein. Alles in einem zu schreiben wäre zu viel aufs
mal.
Die letzten
Jahre hatten wirklich alles zu bieten, was ein Leben so zu bieten hat.
Ich bin
jetzt 42 Jahre und arbeite als Coach. Durch meine Arbeit bekomme ich viel von
den Leben unserer Mitmenschen mit. Was mir dabei auffällt ist, dass die
wenigsten wirklich zu sich selbst stehen können und das so enorm viele Menschen
ein Leben leben, dass komplett auf Frustration, Zwängen und Angst aufgebaut
ist. Immer wieder frage ich mich während den Sessions; wo sind die Träumer, die
glaubenden, die Freaks, die lebendigen.
Ich kann
jeden einzelnen da draussen verstehen, der/die sich nicht getraut das Leben so
zu leben wie man es im Gefühl oder besser gesagt in der Seele hat.
Wir leben
in einer ziemlich kranken und kaputten Welt, in der Angst und Drohungen dicht
miteinander und mit uns voran schreiten - oder gemeinsam Stillstehen.
Ich war ca.
6 Jahre alte als ich die Geistige Welt so richtig wahrnehmen konnte. Ich war
auf meinem blauen Fahrrad unterwegs, als ich plötzlich und aus dem nichts einen
Mann vor mir sah, der im ersten Moment mit mir gefahren war und im nächsten
Moment, etwa 5 Meter vor mir und mitten auf der Strasse stand. Ich hatte mich
so erschrocken, dass ich mich von meinem Fahrrad stürzte. Das ganze wahr zwar
ziemlich schmerzvoll aber der Schock und die Verwunderung über diese Gestalt
übertrafen diesen. Als ich dann von all dem zu Hause berichtet hatte, wurde
nicht wirklich darauf eingegangen. Vielmehr fühlte ich mich nicht ernstgenommen
und belächelt. Von diesem Tag an, sah ich diese Gestalt jede Nacht in meinem Kinderzimmer.
Wieder und wieder habe ich davon erzählt aber nichts änderte sich, ich wurde
beruhigt, dass da sicher nichts sein würde und hat einfach das Licht
angelassen.
Der Kern
für mich war, das ich nicht ernstgenommen wurde.
Ich war 6
Jahre alt und hatte mehrere Erlebnisse und ich wurde von niemandem wirklich
angehört und noch weniger hat man mir geglaubt. Ich war zutiefst enttäuscht und
hatte irgendwie ab diesem Punkt kein Vertrauen mehr in die Erwachsenen.
Ich kürze
den Weg jetzt ab und springe zu meinem 8. Lebensjahr. Ich war ein Kind das sehr
gerne draussen war und immer irgendwas mit sich anzufangen wusste. Da es damals
günstig war, durfte ich regelmässig ins Hallenbad. Ich liebte das Wasser und
das schwimmen. Ok, vielleicht war ich damals noch nicht wirklich am schwimmen
und mehr am rumtoben aber ich fand es toll. Eines Tages, als ich wieder in
diesem Hallenbad war, schwamm ein fremder Mann auf mich zu. Wie ich schon
sagte, vertrauen hatte ich nicht wirklich in die Erwachsenen und bewegte mich
immer wieder von dem Typen weg.
Ihn schien
das wenig zu interessieren und er beobachtete mich weiter. Irgendwann hat er
mich angesprochen und gefragt wie ich heisse und wo ich wohne. Ich habe ihm den
Namen zwar verraten aber nicht wo ich wohne. Ständig war er um mich herum und
fragte mich plötzlich über meine Genitalien aus. Ich kann nicht beschreiben wie
unwohl ich mich gefühlt hatte und gleichzeitig die Welt nicht mehr verstand.
Noch nie hatte mich ein Mensch so komische Fragen gestellt und noch komischer
angeschaut. Ich beschloss also nach Hause zu gehen. Ich hatte Angst. Es war
zwar ein Badmeister anwesend aber ich dachte; warum sollte der mir glauben,
wenn mir zu Hause auch nicht geglaubt wird, und so ging ich direkt in die
Umkleidekabine. Was dann passierte kann sich jeder vorstellen. Der Typ stand
plötzlich hinter mir und zog mich in eine Umkleide die man schliessen konnte
und vergewaltigte mich.
Ich konnte
weder schreien noch schlagen, ich war erstarrt. Es schien nicht aufzuhören und
die schmerzen unterlagen meiner Angst, so dass ich irgendwann nichts mehr
spürte. Wie lange das gedauert hatte, weiss ich nicht aber es kam mir vor wie
die Ewigkeit und verstehen konnte ich eh noch nicht was da gerade passiert. Ich
lief unter Tränen und Schmerzen nach Hause und erzählte von diesem Vorfall. Was
wäre Deine Reaktion, wenn ein Kind sowas heute und in dieser Zeit erzählt? Was
denkst Du war die damalige Reaktion? Mir wurde zuerst wieder nicht geglaubt.
Bis man irgendwann meine Schmerzen ernstgenommen hatte und mich ins Spital gebracht
hatte.
In einem
Punkt aber kannst du dir sicher sein, jetzt war ich fertig mit den Menschen,
den Fremden und allen Erwachsenen.
Morgen kommt die Fortsetzung.
Nein, sie kommt schon heute Abend!
Nein, sie kommt schon heute Abend!
Alles Liebe, Tom
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