Hello!
Ich sitze auf einer Terrasse während ich gerade wiedermal meine Gedanken in diesen Blog eintauchen lasse. Auf der Terrasse zu sitzen und nicht funktionieren zu müssen tut manchmal viel mehr als nur gut, es kann sehr inspirierend wirken. In letzter Zeit war einiges bei mir los. Termine, Sitzungen, Coachings, noch mehr Termine... Das kennt ja jeder. Dann und wann aber ist es für mich sehr wichtig, dass ich wieder aus diesem Gefüge ausbrechen kann. Ich merkte, dass ich mehrheitlich für meine Arbeit gelebt habe und mich als Mensch total vernachlässigt habe. Ich will immer mein bestes geben und auch wenn ich das gebe, finde ich immer noch es hätte noch besser sein können. Meistens stimmt das überhaupt nicht aber ich bin so kritisch mit mir selbst, dass ich dann in solchen Momenten sehr destruktiv mit mir selbst werden kann. Ich möchte einfach immer abliefern, egal wie es mir selbst gerade geht. Wenn ich dann mal Sitzungen verschieben muss, weil ich vielleicht gerade eine Grippe hab, dann fällt es mir extrem schwer zu sagen; hey, ist halt so. Was man nicht hat, kann man nicht geben - diesen Satz sage ich meinen Klienten immer wieder und so versuche ich selbst auch zu leben.
In den letzten Wochen habe ich meine Arbeit auf das absolute Minimum reduziert, ich habe gerade nur soviel getan, das ich 100 Prozent hinter meiner Arbeit mit dem Klienten stehen konnte. Eigentlich wurde ich dazu "gezwungen" mich mal in die "Wartungshalle" zu stellen und etwas kürzer zu treten.
Zum Anfang war ich alles andere als begeistert davon aber ich kenne mich und meinen Körper inzwischen sehr gut und die Jahre der Selbstsabotage sind vorbei. Ich spürte, das ich wohl für meinen Klienten noch voll da sein konnte aber für mich selbst nicht mehr so richtig. In diesem Moment wusste ich das ich jetzt auch für mich selbst Verantwortung übernehmen muss und ein paar Tage Abseits der Arbeit verbringen muss und will.
Ganz aber gelingt es mir nicht ;-) ich bin immer irgendwie bei der Arbeit. Ich kann es nicht lassen an meinem neuen Buch zu arbeiten, dass Anfang Oktober kommen wird. In 5 Tagen erscheint die 2. Auflage von Erde an Himmel und ich freu mich riesig auf diesen Tag, ehrlich gesagt bin ich auch etwas stolz. Jetzt solle man doch eigentlich zufrieden sein und geniessen... Tu ich schon aber ich bin schon wieder Feuer und Flamme für mein neues Projekt. Trotzdem aber bremse ich mich selbst immer wieder und gebe mir die nötige Zeit und Ruhe. Denn ich habe gelernt, dass wenn es eilt, nicht wirklich was gescheites dabei rauskommt - bei mir jedenfalls. Ich muss mich mit einem Projekt verheiraten und eins damit werden, sonst wird das nichts. Ach, ich hab so viele Ideen und Projekte die ich noch gerne realisieren möchte und wenn alles passt, auch werde. Eins nach dem andern aber - so gut als möglich jedenfalls ;-)
Das Leben ist doch eigentlich nur eine "aneinanderkettung" von Momenten und wir haben so gut wie keine Ahnung wann diese enden wird. Wir haben aber die Möglichkeit diese Momente zu verschlingen, den nächsten Moment zu beeinflussen, bis das Schicksal wieder zuschlägt.
Diese Momente, habe ich über 30 Jahre leichtfertig weggegeben und nicht gewusst was ich damit anfangen soll. Bis ich begriffen habe, dass das Leben mit ihren vielen kleinen Momenten am Ende ein grosser Moment ist und ich selbst sehr viel dazu bestimmen kann, wie der einzelne nächste Moment für mich aussehen kann oder soll. Um das zu erkennen brauchte ich aber diesen einen Moment -so wie jetzt gerade auf dieser Terrasse - und ich freue mich darüber ihn mit Dir teilen zu dürfen.
Diese Momente, sind am Ende des Tages alles was wir wirklich haben und hatten.
Live the Moment - Live your Dream!
Tom
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