Thursday, April 5, 2012

YOUR MOMENT

Bald werde ich 38 Jahre alt und ich erwische mich immer mehr beim reflektieren.
Eigentlich ist das noch "kein" alter aber wenn ich eine Rückblende mache, dann waren es sehr intensive Jahre mit wenigen hoch`s aber vielen tief`s.
Das gute dabei ist, ich denke ich habe allmählich zu mir selbst gefunden. Von Zeit zu Zeit finde ich mich nach wie vor in einem Struggle und spüre wie sich mein "Schatten" an meinem "Arsch" fest beisst und versucht mich in meiner Entwicklung zurück zu halten. Das ist zwar jeweils sehr unangenehm aber im lauf der Jahre habe ich gelernt einigermassen damit umzugehen und es auf eine nicht all zu lange Zeit zu beschränken. Früher dauerten solche Momente manchmal Monate. Sie zogen mich in die Vergangenheit zurück und hielten mich auf eine art gefangen, die für mich unerträglich waren. Alles war zu viel - alles war zu wenig. Ohne Perspektive und Idee bewegte und irrte ich umher und wollte alles aber bestimmt nicht dieses Leben leben.
Ich habe gelernt das ich niemanden verantwortlich machen kann ausser mich selbst. Mein handeln, meine Fehler, meine Lügen, mein nicht verstehen, mein nicht können, mein nicht wollen. All dies ist meine Verantwortung. Was ich hier schreibe stammt aus meinem Kopf und ich muss die Verantwortung dafür tragen und wenn ich damit nicht leben kann muss ich den Mund halten - aber das kann und will ich nicht mehr. Es ist wichtig für mich meine eigenen Gedanken weiterzugeben und damit die Verantwortung auf mich zu nehmen und mir bewusst zu sein, dass dieser Moment einzigartig ist und er so nie wieder in meinem Leben stattfinden wird.
Ich versuche heute so gut ich kann das richtige zu tun und nicht das beliebte. Was ist richtig was ist falsch, darüber kann man ein Leben lang philosophieren und doch wird es für jeden von uns immer wieder anders definiert. Ich bin ein Mensch und ich mache Fehler, ganz egal wie gewissenhaft und gut ich meine Arbeit mache, so werde ich immer wieder Prüfungen ausgesetzt wo ich mich auf das neue beweisen und weiterentwickeln kann und werde.
Die Angst in uns Menschen zu versagen, bewertet zu werden, nicht gut genug zu sein bringt uns immer wieder an schwierige Punkte im Leben. Keiner will versagen, oder die falsche Entscheidung treffen und trotzdem tun es alle. Durch diese "Missgeschicke" entwickeln wir uns weiter und haben die Möglichkeit eine "neues" Leben zu erschaffen - ein verschobenes Bewusstsein.
Ich bin froh um die ständige Entwicklung, denn diese gibt uns unendlich viele Möglichkeiten einen besseren, angenehmeren Weg einzuschlagen.
Ich denke das unsere Ängste immer ein grosser Teil unseres Wesens sein werden aber mit der Zeit lernt man damit umzugehen und diese besser einzuschätzen/kontrollieren.
Wir wissen nicht wie alt wir werden uns was uns die Zukunft im genauen bringt und dieser Umstand macht uns reich. Früher habe ich viel vom "Moment" gesprochen, habe aber nicht verstanden was dieser genau bringt oder was er wirklich bedeutet. Heute spreche ich zwar immer noch oft über den selben Moment aber heute habe ich für mich ein Verständnis und Klarheit dazu gefunden.
Die Welt, das Universum ist Zeitlos. Nur weil wir nach Uhren, Datum, Jahreszahlen, Geburtsjahren leben heisst es nicht das wir an jenen Dingen gemessen werden sollten.

Es ist der Moment der ein Leben zum guten wenden kann - das ist jetzt so einer.

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